Dies sind
Ergebnisse der Studie "Tourism Satellite Accounting", die der World Travel
& Tourism Council (WTTC) gemeinsam mit dem Management-, Technologie-
und Outsourcing- Dienstleister Accenture in Berlin vorstellte. Die
Untersuchung gibt Auskunft über die weltweiten Ausgaben für Reisen und
Tourismus im vergangenen Jahr und liefert Prognosen zur künftigen
Branchenentwicklung in 174 Ländern.
"Die Reise- und Tourismusindustrie ist geprägt von enormer Kraft, Dynamik
und Vitalität", sagt WTTC-Präsident Baumgarten. "Wir sehen, dass sie als
Job- und Konjunkturmotor ganzen Volkswirtschaften zu nachhaltigem Wachstum
verhilft."
In den
kommenden 10 Jahren wird laut dieser Studie die Tourismusbranche weltweit
jährlich um voraussichtlich rund 4,2 Prozent wachsen. Durch die Reise- und
Tourismusindustrie werden in diesem Jahr weltweit 2,5 Millionen neue Jobs
entstehen.
Mit 76,7
Millionen Arbeitsplätzen stellt die Branche damit 2,8 Prozent aller Jobs
weltweit. Zieht man alle Stellen in Betracht, die direkt oder indirekt
durch diese Industrie geschaffen werden, entstehen im laufenden Jahr rund
10 Millionen zusätzlicher Jobs, was die Gesamtzahl der
Beschäftigungsverhältnisse auf 234,3 Millionen erhöht. Dies entspricht 8,7
Prozent aller Arbeitsplätze weltweit.
Der
weltweite Tourismus stellt neue Rekorde auf, aber wirklich erstaunlich
ist, wie kleinere Schwellenländer, etwa Montenegro, Rumänien, Namibia und
Brunei, den Tourismus als Katalysator für eine breit angelegte
wirtschaftliche Entwicklung nutzen.
Flüge online
am dritthäufigsten bestellt
Jede
fünfte Bestellung (21 Prozent) im Internet betraf in den letzten Monaten
eine Flugbuchung. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen
ACNielsen in einer international angelegten Befragung unter rund 21.000
Verbrau- chern in 38 Ländern.
Bücher
sind die am häufigsten online bestellten Artikel. Videos und DVDs
werden nach Büchern im Web am zweithäufigsten bestellt. Bücher
bestellen demnach 34 Prozent der Befragten via Web. Videos, DVDs und
Spiele folgen an zweiter Stelle mit 22 Prozent, dann Flugbuchungen (21
Prozent) und Kleidung, Accessoires und Schuhe mit 20
Prozent.
Von den deutschen Befragten hatten bei ihren letzten drei
Interneteinkäufen sogar 48 Prozent Bücher bestellt, gefolgt von Kleidung,
Accessoires und Schuhe (30 Prozent), Videos, DVDs, Games (21 Prozent)
sowie Computerhardware (21 Prozent) und elektronische Geräte (20
Prozent).
Aus Europa
kommen die meisten Online-Shopper. Spitzenreiter sind Deutschland und
Großbritannien,wo von den
befragten Internet-Nutzern jetzt pro Monat je Shopper durchschnittlich
sieben beziehungsweise sechs Produkte über das Web erworben wurden. Die
gesamte europäische Region kam im selben Zeitraum auf fünf Produkte pro
Shopper, ebenso der Raum Asien-Pazifik.
Fluggastzahlen
wuchsen ums Zweieinhalbfache
Wie das
Statistische Bundesamt in einer Auswertung feststellt,
reisten im Vorjahr mit 65,7 Millionen
Fluggästen rund 41,4 Millionen mehr Passagiere von deutschen Flughäfen ins
Ausland als 1990 (24,2 Millionen). Gegenüber 1990 stieg damit das
Fluggastaufkommen ins Ausland um das gut Zweieinhalbfache. Zu diesem
Wachstum trugen vor allem die im europäischen Ausland liegenden
Zielstaaten sowie Asien bei. Nur Asien und Europa konnten dabei ihre
Anteile am gesamten Fluggast-Aufkommen aus Deutschland
erhöhen.
Nach Asien flogen mit
5,7 Millionen Reisenden dreimal soviel Passagiere wie im Jahr 1990; Asien
erhöhte damit seinen Anteil am gesamten Auslandsaufkommen von 7,1% im Jahr
1990 auf 8,7%. Das starke Wachstum für Asien geht vor allem auf die
Entwicklung für die Zielstaaten China, die Vereinigten Arabischen Emirate
sowie Katar zurück. Nach China und in die Vereinigten Arabischen Emirate
erhöhte sich die Fluggastzahl um das 16-
beziehungsweise 17-fache und nach Katar (0,2 Millionen) sogar um das
64-fache.
Europa
weist eine ähnliche Entwicklung wie Asien auf: Annähernd dreimal so viel
Passagiere reisten von Deutschland mit dem Flugzeug in das
europäische Ausland verglichen mit 1990; das waren im Vorjahr mehr als
drei Viertel aller Passagiere (77,5% oder 50,9 Millionen) mit
Auslandsziel. 1990 lag dieser Anteil noch bei 73,7%. Die Zuwächse für
Europa sind zum Großteil auf den Flugbetrieb neuer Flugplätze
zurückzuführen, deren Angebot schwerpunktmäßig den Low-Cost-Bereich
umfasst.
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