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Infos zu Ansteckungsgefahren im Ausland

Reisende sind zumeist nur schlecht über Infektionsrisiken informiert: Die Gefahr, sich im Urlaub mit gefährlichen Erregern anzustecken, ist nur etwa 20 Prozent der Reisenden bewusst. Auf dieses Ergebnis einer Befragung bei 8000 Touristen weist GlaxoSmithKline hin. Bei vielen Patienten fehlten zudem Auffrischimpfungen oder Impfzyklen seien nicht abgeschlossen.

Eine Liste von Krankenkassen, die Reiseimpfungen erstatten, gibt es hier von Fit-for-travel. Hier findet man ferner länderspezifische Informationen zu den Impfempfehlungen, der Malariasituation, den Gesundheitsrisiken, aktuellen Gesundheitsmeldungen, Botschaften und medizinischen Einrichtungen.

Länderauswahl nach Anfangsbuchstaben:

Ägypten, Äquatorial-Guinea, Äthiopien, Afghanistan, Agrihan, Aitutaki, Alaska, Albanien, Algerien, Almagan, Andorra, Angola, Antigua & Barbuda, Argentinien, Armenien, Aruba, Aserbaidschan, Australien, Azoren.

Bahamas, Bahrain, Balearen, Bali, Bangkok, Bangladesch, Barbados, Barbuda, Bathurst-Insel, Belarus, Belau, Belgien, Belize, Benin, Bermuda, Bhutan, Bikini-Atoll, Birma, Bismarck-Archipel, Bissargos-Inseln, Bolivien, Bonaire, Borneo, Bosnien-Herzegowina, Botswana, Bougainville, Brasilien, Brazzaville, Brunei, Bulgarien, Burkina, Faso, Burma, Burundi.

Cabinda, Cabrera, Caicos, Inseln, Canada, Cayman, Inseln, Cayman-Islands, Ceylon, Chile, China, (VR), Cocos-Inseln, Columbien, Comino, Cook-Inseln, Costa, Rica, Cote, d´Ivoire, Cuba, Curacao.

Dänemark, Demokratische Republik Kongo, Deutschland, Djibouti, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti.

Ecuador, El, Salvador, Elfenbeinküste, England, Eniwetok-Atoll, Eritrea, Espiritu, Santo, Estland.

Färöer, Falkland, Inseln, Fidschi, Finnland, Formentera, Frankreich, Französisch-Guyana, Französisch-Polynesien, Fuerteventura.

Gabun, Galapagos, Gambia, Georgien, Ghana, Gibraltar, Gilbert-Inseln, Gomera, Gozzo, Gran, Canaria, Grenada, Grenadinen, Griechenland, Großbritannien, Grönland, Guadeloupe, Guam, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana.

Haiti, Hawaii, Hierro, Holland, Honduras.

Ibiza, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irian, Jaya, Irland, Island, Israel, Italien.

Jamaica, Jamaika, Japan, Java, Jawa, Jemen, Jordanien, Jungferninseln.

Kaliningrad, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kanarische, Inseln, Kap, Verde, Kapverdische, Inseln, Kasachstan, Katar, Kenia, Kenya, King-Insel, Kirgisistan, Kiribati, Kleine, Antillen, Kokos-Inseln, Kolumbien, Komoren, Kongo, Korea-Nord, Korea-Süd, Korsika, Kosrae, Kreta, Kroatien, Kuba, Kuwait, Känguruh-Insel.

La Palma, Lanzarote, Laos, Leeward, Islands, Lesotho, Lettland, Libanon, Liberia, Libyen, Liechtenstein, Line, Islands, Litauen, Louisiade-Archipel, Luxemburg.

Macao, Madagaskar, Madeira, Makedonien, Malakka, Malakula, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Mallorca, Malta, Manihiki, Margarita, Marokko, Marshall-Inseln, Martinique, Mauretanien, Mauritius, Mayotte, Mazedonien, Menorca, Mexiko, Mikronesien, Miquelon, Moldawien, Molukken, Monaco, Mongolei, Montenegro, Montserrat, Mosambik, Mozambique, Mwali, Myanmar.

Namibia, Nassau, Nauru, Nepal, Neue, Hebriden, Neukaledonien, Neuseeland, Nevis, Nicaragua, Niederländische, Antillen, Niederlande, Niger, Nigeria, Nippon, Niue, Njazidja, Nordkorea, Norwegen, Nzwani, Nördliche, Marianen.

Österreich, Oman.

Pagan, Pakistan, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Penrhyn, Persien, Peru, Philippinen, Phönix-Inseln, Pitcairn Inseln, Polen, Ponape, Portugal, Principe, Puerto Rico.

Qatar.

Ralik-Inseln, Rarotonga, Ratak-Inseln, Reunion, Rodrigues, Rota, Ruanda, Rumänien, Rußland, Rwanda.

Sabah, Saipan, Salomon Inseln, Salomonen, Sambia, Samoa, Samoa, (USA), San Marino, Sansibar, Sao Tomé & Principe, Sarawak, Sardinien, Saudi-Arabien, Savai´i, Schottland, Schweden, Schweiz, Senegal, Serbien, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Sint Eustatius, Sint Maarten, Sizilien, Slowakei, Slowenien, Somalia, Spanien, Sri Lanka, St. Helena, St. Kitts & Nevis, St. Lucia, St. Martin, St. Pierre & Miquelon, St. Vincent & Grenadinen, Sudan, Südafrika, Südkorea, Sulawesi, Sumatra, Sunda-Inseln, Surinam, Swasiland, Syrien.

Tadschikistan, Tahiti, Taiwan, Tanna, Tansania, Tasmanien, Teneriffa, Thailand, Tinian, Tobago, Togo, Tokelau-Inseln, Tokelau-Inseln, Tokelau-Islands, Tonga, Trinidad & Tobago, Truk-Inseln, Tschad, Tschechien, Tschechische Republik, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Turks & Caicos Inseln, Tuvalu.

Uganda, UK, Ukraine, Ungarn, United States of America, Upolu, Uruguay, USA, Usbekista.

Vanuatu, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Virgin-Islands.

Wake, Wales, Walfischbay, Weihnachtsinseln, Weißrußland, West-Karolinen.

Yap-Inseln, Yemen.

Zaire, Zambia, Zentralafrikanische, Republik, Zimbabwe, Zypern

Fit-for-travel 

 

Tipps für Reisen ans Mittelmeer

Das Centrum für Reisemedizin (CRM) gibt Tipps für Reisen in die Mittelmeerländer. Jedes Jahr reisen über 23 Millionen Deutsche in die Mittelmeer-Region.

Im südlichen Klima können Viren und Bakterien besser ausbreiten können als hierzulande, und es gibt dort auch mehr Insekten, die Krankheitserreger übertragen können. Wichtig ist deshalb, den Impfschutz zu überprüfen und aufzufrischen.

Das gilt vor allem für die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Auch ist das Risiko, sich mit Hepatitis-A-Viren zu infizieren, in Süditalien achtmal höher als in Deutschland und in der Türkei sogar 50-mal höher.

Mückenschutz ist besonders wichtig, denn am Mittelmeer sind z.B. Schmetterlingsmücken und Sandmücken (Phlebotomen) weit verbreitet. Diese winzigen nachtaktiven Plagegeister übertragen Bunyaviren, die Erreger des Phlebotomus-Fiebers, auch Drei-Tage-Fieber genannt. Die Infektion erinnert an eine Sommergrippe. Aber die Rekonvalenszenzzeit kann Monate dauern.

Besonders gefährlich ist der Virus-Subtyp Toscana, der auch auf Zypern vorkommt: 20 bis 25 Prozent der Infizierten erkranken an einer Meningitis. Sandmücken können außerdem Leishmanien übertragen. Die Infektion ist rund um das Mittelmeer weit verbreitet. Die viszerale Leishmaniose kann für alte Menschen tödlich sein. Schutz bieten Repellents sowie helle Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen, vor allem in der Dämmerung. Nachts unter einem Moskitonetz zu schlafen kann gerade für alte Menschen sinnvoll sein.

Weitere Punkte, die Mittelmeer-Reisende beachten sollten:

  • Vorsicht beim Duschen: Vor allem in spanischen Hotels kommt es immer wieder zu Erkrankungen mit der Legionärskrankheit.
  • Rohmilchprodukte, auch wenn sie als regionale Spezialität angepriesen werden - sollten Touristen meiden, denn bestimmte Käsesorten oder nicht pasteurisierte Milch können Brucellose-Erreger enthalten. Die Krankheit beginnt mit Fieber, später treten Gelenkschmerzen auf, und es kann zu Ausfällen von Gehirnfunktionen und zu Herzrhythmusstörungen kommen.
  • Baden verboten heißt es in Flüssen und Seen in nordafrikanischen Ländern wie Ägypten, Libyen, Syrien oder Tunesien. Denn dort kann man sich mit Bilharziose infizieren.

 

Reiseapotheke gehört ins Urlaubsgepäck

Nach Empfehlungen von Ärzten und Apothekern sollte die Reiseapotheke im Urlaub nicht fehlen. In diese gehören Medikamente, die man regelmäßig einnimmt, sowie Sonnenschutz, Insektenschutz, Verbandmaterialien (Mullbinden, Pflaster), Fieberthermometer (bruchsicher). Kleine Schere, Splitterpinzette, Zeckenzange, Einmal-Handschuhe.

Die Kranken-Zusatzversicherung der ARAG bewertete die Zeitschrift Finanztest mit: "Trotz Kasse in die erste Klasse" mit sehr gut und gut in der Bewertung bei stationär Zusatz für Männer und Frauen (Einbett- und Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung). Den 1. Platz bei Pflege-Zusatz für Frauen gab der STERN an die ARAG, und die Zeitschrift Capital hob die ARAG bei "Top-Tarife für die Klinik" auf den 1. Platz bei stationär Zusatz für Männer. Für mehr Infos hier klicken! Ferner sollten in der Reisepotheke nichrt fehlen: Medikamente gegen Fieber, Schmerzen, (Übelkeit, Erbrechen), Reisekrankheit (Durchfall, Magenbeschwerden, Verstopfung), Erkältung mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Augenreizungen, Ohrenschmerzen, Allergische Hautreaktionen, Scheidenpilz - Infektionen, Mittel für Wundbehandlung (Desinfektionsmittel, Brand- und Wundgel), Verstauchungen (Zerrungen) und Verletzungen. Bei Reisen in tropische Länder ggf. Malariamittel (Prophylaxe: in der Regel Behandlungsbeginn vor Reiseantritt) und steriles Spritzmaterial.

Medikamente im Ausland heissen oft anders als in Deutschland oder sind gar nicht erhältlich. Auch ist besonders im außereuropäischen Ausland die Gefahr groß, dass Patienten an gefälschte Arzneimittel geraten, betont der Landesapothekerverband Baden-Württemberg: In die Reiseapotheke gehören nur bekannte und bewährte Mittel. Mitgenommene Medikamente sollten auf das Urlaubsland, die Art der Reise und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein

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Arztkostenerstattung oft fraglich

Mehrfach hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Kassen die Arzt- und Krankenhauskosten, die im EU-Ausland entstanden sind, erstatten müssen - auch bei geplanten Behandlungen wie Zahnersatz oder Kuren. Wer im Urlaub in einem anderen EU-Land krank wird, hat Anspruch auf Kostenerstattung durch seine Krankenkasse. So steht dies in einer EU-Verordnung aus dem Jahre 1971.

Aber, wie das Europäische Verbraucherzentrum "Euro-Info" in Kehl oft erfährt, müssen Urlaubsreisende immer wieder erleben, dass Ärzte und Krankenhäuser die Versicherungskarte erst gar nicht anerkennen und Vorauszahlung fordern. In manchen Ländern, etwa in Österreich und der Schweiz, gelten dann die oft weit höheren Tarife für Privatpatienten.. Erstattet werden jedoch nur die Vertragssätze, wie ein Sprecher der AOK mitteilt.

Patienten müssten in solchen Fällen daher mit einem oft erklecklichen Eigenanteil rechnen. Die deutschen Krankenkassen und der Bund der Versicherten empfehlen daher bei Reisen ins Ausland grundsätzlich den Abschluss einer privaten Reiseversicherung. - zumal die gesetzlichen Krankenversicherungen den Rücktransport von Kranken meist nicht übernehmen.

Hepatitis-Impfungen sinnvoll

Nicht nur bei Fernreisen sind bestimmte Schutzimpfungen sinnvoll. Besonders bei Hepatitis A und B besteht auch in Süd- und Osteuropa ein hohes Infektionsrisiko. Selbst bei Kurzreisen sollte entsprechend vorgesorgt werden, rät der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Vielen Urlaubern sei nicht bewusst, wie hoch das Infektionsrisiko etwa am Mittelmeer sei. Eine Ansteckung mit Hepatitis ist zum Beispiel durch verunreinigte Meeresfrüchte möglich.

 

Warnung vor West-Nil-Fieber in den USA

Wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) mitteilt, sind dieses Jahr in den USA ungewöhnlich früh die ersten Menschen an West-Nil-Fieber erkrankt.

Die Krankheit verläuft ähnlich wie Grippe mit Fieber und Muskelschmerzen. Etwa ein Drittel der Erkrankten bekommt an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag. Selten kommt es zu einer Hirn- oder Hirnhautentzündung. 2007 wurden in den USA 3623 Erkrankungen mit 1213 schweren Verläufen und 124 Todesfällen gemeldet.

Das West-Nil-Virus wird in der warmen Jahreszeit von Mücken übertragen, zur Prävention ist Reisenden Mückenschutz anzuraten. Die aktuellen Infekte sind in Arizona, Mississippi und Tennessee aufgetreten.

 

Vor USA-Reisen sind Impfungen sinnvoll

Der Grand Canyon, die Sümpfe der Everglades, die Rocky Mountains, Alaska und die Wüste im Death Valley - Rundreisen durch die USA sind bei vielen Deutschen beliebt. Doch selbst für dieses Land mit seinem hohem hygienischen Standard ist eine reisemedizinische Beratung empfehlenswert.

Vor USA-Reisen ist es ratsam, den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Denn auch in den USA können auf Reisende nennenswerte gesundheitliche Probleme zukommen, mahnt das Centrum für Reisemedizin. Es empfiehlt die in Mitteleuropa üblichen Standardimpfungen zu überprüfen und bei Bedarf aufzufrischen: Tetanus, Diphtherie und Polio.

Die Hepatitis-A-Impfung ist ebenfalls für die USA angebracht. Die Hepatitis A kommt in den USA mit hoher Inzidenz vor. Besonders im Südwesten und im Westen der USA sowie in Alaska ist Inzidenz für Hepatitis A hoch, sie liegt bei jährlich über 20 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner.

Bei Reisen mit dem Wohnmobil sei es strikt zu vermeiden, Wasser aus Frischwassertanks zu trinken. Zelten sollte man nur in bärensicheren Camps. Picknicks auf dem Boden können gefährlich sein: In bestimmten Regionen, vor allem im Südwesten der USA, kann man sich dabei leicht mit Hanta-Viren oder gar mit Pest-Bakterien infizieren. Reisende sollten sich vor Tieren wie Waschbären hüten

Ganz wichtig ist ein guter Schutz vor Mücken, die in den USA zum Beispiel West-Nil-Viren übertragen können. Waschbären, Fledermäuse, aber auch Hörnchen wiederum können Tollwut übertragen. Von ihnen sollten sich Touristen fernhalten.

 

Mückenschutz ist in Amerika wichtig

Wer eine Reise in diese Länder plant, sollte sich über die Möglichkeiten zum Mückenschutz gut informieren: Aus Argentinien und Brasilien werden gegenwärtig schwere Ausbrüche von Dengue-Fieber gemeldet. Darauf weist das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf hin.

In Argentinien sind besonders die nördlichen Provinzen Jujuy, Salta, Chaco, Cordoba, Santa Fe und Catamarca betroffen. Dort sind nach offiziellen Angaben fast 15 000 Menschen erkrankt. Das ist die höchste Zahl seit 10 Jahren. Schätzungen gehen sogar von doppelt so vielen Fällen aus. In Brasilien gibt es im Bundesstaat Bahia die meisten Erkrankungen. Seit Anfang des Jahres wurden dort rund 45 000 Fälle gemeldet, 38 Menschen sind inzwischen gestorben.

Der Krankheitserreger, das Dengue-Virus, wird von tagaktiven Mücken in vielen tropischen Regionen übertragen. Innerhalb von zwei bis sieben Tagen entwickelt sich ein grippeähnliches Krankheitsbild mit hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen und einem Druckschmerz hinter dem Auge. Nach etwa einer Woche klingen die Symptome wieder ab. Bei einer Ersterkrankung verläuft die Infektion in der Regel gutartig und komplikationslos. Wer jedoch ein zweites Mal mit Dengue-Viren infiziert wird, muss mit einem schweren Krankheitsverlauf rechnen.

Da es gegen Dengue-Fieber keine Schutzimpfung gibt, sind Maßnahmen für einen effektiven Mückenschutz besonders wichtig. Aktuelle Reise-Gesundheitsinformationen sowie Adressen von reisemedizinisch qualifizierten Ärzten und Apotheken veröffentlicht das Centrum für Reisemedizin im Internet unter www.crm.de.

Wegen der hohen Zahl von Amerika-Reisenden rechnen Mediziner mit zunehmend importierten Infektionen. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) fliegen jedes Jahr mindestens 3,09 Millionen Deutsche über den Atlantik, fast die Hälfte in die USA.

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Das Dengue-Fieber können auch tagsüber durch aktive Mückensorten übertragen werden. In Venezuela und Brasilien kommt es jedes Jahr zu Epidemien. Und in der Karibik sind laut Centrum für Reisemedizin (CRM) alle touristisch wichtigen Inseln potenziell davon betroffen. Zuletzt habe es viele Fälle in Paraguay und im Oktober in Kuba gegeben.

Einzig mögliche Schutzmaßnahmen sind das Tragen langer Hosen und Ärmel sowie die Auftragen von Mückenspray. Ein Impfstoff gegen Dengue-Fieber wird entwickelt, ist aber noch nicht auf dem Markt. Die Krankheit verläuft in der Regel wie ein grippaler Infekt und klingt nach einigen Tagen ab. Betroffene fühlen sich danach aber oft noch lange sehr schlapp, manchmal monatelang. In zwei Prozent der Fälle komme es in Südamerika zu Komplikationen, auch ein tödlicher Ausgang sei möglich.

Oft übersehen werden Fälle, in denen ein Mückenstich das West-Nil-Virus in den Körper geschleust hat. Diese Infektionen gibt es im östlichen Mittelmeerraum und in Ostafrika schon lange, 1999 gelangte der Erreger erstmals nach New York. Von dort aus hat sich das Virus rasch über den Kontinent verbreitet. Inzwischen gibt es laut CRM erste Fälle in Nord-Argentinien. In einer gefährlichen Variante dringe der Erreger ins Zentrale Nervensystem ein - manchmal mit tödlichen Folgen. 2006 habe es 149 Todesopfer in den USA gegeben.

Den Arztbesuch  vor Reiseantritt können die Fachleute nur empfehlen - egal, wohin in Amerika die Reise führt. Gerade bei den USA und Kanada unterschätzten Touristen die Risiken.

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Mitunter verändert sich Malaria-Weltkarte

Je nach Jahreszeit und Region können Malaria-Risiken in einer bestimmten Region ganz unterschiedlich sein. Sogar in Malaria-freien Gebieten in den Tropen kann die Krankheit plötzlich auftauchen.

So rät die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) allen Kindern unter 5 Jahren und vor allem auch Schwangeren, Malariagebiete generell zu meiden. Geändert hat die DTG ihre Empfehlungen für Langzeitaufenthalte in Endemiegebieten, etwa im tropischen Afrika südlich der Sahara. Nach Studiendaten erkranken dort 2 von 100 Reisenden pro Monat. Allerdings treten die Infekte gehäuft in der Regenzeit von Juni bis Oktober auf. Die DTG hält es daher für vertretbar, als Mindestvorsorge die Chemoprophylaxe auf die ersten drei Monate sowie die Hauptübertragungszeit zu beschränken.

Viele Infos zu Malaria wie Verbreitungskarten und eine Checkliste zur Beratung gibt es hier unter www.dtg.org. Wie hoch das Malaria-Risiko im Reiseland ist, hängt meist von Region und Jahreszeiten ab. Wetteranomalien können das Risiko erhöhen. In Kenia führten im Sommer 2007 ungewöhnlich starke Regenfälle in Verbindung mit hohen Temperaturen zu Hochland-Malaria. Damit wurde der Lehrsatz widerlegt, dass Malaria in Höhen über 1800 Metern nicht vorkommt.

Wenn Menschen in Malaria-Endemiegebiete reisen, ist ihnen immer Mückenschutz zu raten, der das Übertragungsrisiko um 90 Prozent verringern kann. Bei Symptomen wie Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen oder Schüttelfrost ist immer auch Malaria ärztlich abzuklären. Ob Reisenden zu einer Chemoprophylaxe geraten werden sollte, hängt vom Infektionsrisiko ab. Im tropischen Afrika südlich der Sahara wird von Ärzten immer eine Chemoprophylaxe empfohlen.

Anders z.B,. in Nordthailand, wo das Infektionsrisiko im Vergleich zu Ostafrika 1000-fach geringer sei. In Thailand wird daher nur die Mitnahme einer Notfallmedikation empfohlen (Ausnahme: die Grenzprovinzen zu Myanmar und Kambodscha).

Vier Kategorien von Risikogebieten für Malaria

Anhand des Infektionsrisikos hat die DTG weltweit vier Kategorien von Risikogebieten für Malaria zusammengestellt:

  • Immer wird eine Chemo- prophylaxe empfohlen im tropischen Afrika südlich der Sahara, Timor-Leste, Papua-Neuguinea, Salomonen, Teilen von Guyana, Suriname und Französisch-Guyana.
  • Nur saisonal wird eine Chemoprophylaxe empfohlen in Teilen von Ländern des südlichen Afrikas (Republik Südafrika, Botswana, Namibia, Swasiland) und in Mauretanien.
  • Nur bei Aufenthalten über sieben Tage und länger wird eine Chemoprophylaxe empfohlen in Teilen von Brasilien (Amazonas), Indien (Nordosten), Indonesien (Osten), Thailand (Grenzprovinzen) sowie Kambodscha und Myanmar.
  • In allen anderen Malaria-Gebieten oder in Gebieten außerhalb der Malaria-Saison wird nur eventuell die Mitnahme einer Notfallmedikation empfohlen.

Empfehlungen sind je nach Reisestil zu modifizieren. Geringes Malaria-Risiko heißt jedoch nicht Null-Risiko. Und auch in bisher Malaria-freien Regionen in den Tropen muss bei Fieber und anderen Symptomen immer auch an Malaria gedacht werden. Je nach Reisedauer, Unterkunft (mückendicht?), Außenaktivitäten und persönlichem Risiko für Komplikationen sind Abweichungen vom DTG-Schema nötig.

 >> Infos als Onlinebroschüre pdf  -----  >> Malaria Weltkarte

 

In armen Ländern Vorsicht vor Tuberkulose

Auch heute noch sollten sich Rucksacktouristen, die in ärmeren Ländern unterwegs sind, vor Tuberkulose (Tbc) in Acht nehmen. Das rät das Centrum für Reisemedizin (CRM) in einer Presseverlautbarung.

Reiseversicherung für Au Pairs sowie für Teilnehmer an Jugendreisen und internationalen Austauschprogrammen. HanseMerkur bietet Versicherungsvarianten je nach Bedarf: PROFI mit einem etwas größeren oder BASIC mit einem etwas geringeren Leistungsumfang. Für Aufenthalte bis zu 3 Jahren Erstattung zuviel gezahlter Prämie bei vorzeitiger Rückreise. Für mehr Infos hier klicken!Laut Robert-Koch-Institut in Berlin ist die Tuberkulose die weltweit häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen. Rund zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Tbc, 95 Prozent der Fälle treten in Entwicklungsländern auf. Die Ansteckungsgefahr für Standardtouristen, die einen Badeurlaub mit Übernachtung im Hotel buchen, ist gering. Wer aber in Osteuropa, Afrika, Südamerika oder Asien "ortsüblich" reist - etwa im Überlandbus -, kommt womöglich mit der hauptsächlich betroffenen armen Bevölkerung zusammen und kann sich anstecken.

Ein Riesenproblem gibt es laut CRM auch in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion: Russland, Kasachstan, Ukraine und Weißrussland. Hohe Infektionsraten gebe es unter anderem aber auch in Kambodscha, Indien, Brasilien und Peru. Mediziner warnen vor allem Schulabgänger, die in karitativen Projekten im Ausland mitarbeiten, davor, die Ansteckungsgefahr zu unterschätzen. Professionelle Entwicklungshelfer werden in der Regel nach ihrer Rückkehr durchgecheckt, diese Jugendliche oft nicht!

 

 

 

 

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